Meet our experts: Michael Latta // Referent Informationsmanagement
Michael Latta ist seit 2024 bei Delvag. Im Interview spricht er über sein erstes Jahr in seiner Rolle in der Vertriebsunterstützung, erklärt, was das Unternehmen für ihn besonders macht und warum seine Arbeit trotz vieler Herausforderungen voller Highlights steckt.
Interview / 18.11.2025
Michael, du bist jetzt seit gut einem Jahr in deiner Rolle als Referent Informationsmanagement bei Delvag tätig. Was hat dich zu Delvag geführt und welche Erwartungen hattest du im Vorfeld?
Nach meiner vorherigen Tätigkeit als Software Developer, wo ich mich vor allem mit Implementierungsdetails beschäftigte, hatte ich den Wunsch, eine Aufgabe zu übernehmen, die den Blick weitet und auch organisatorische sowie strategische Aspekte von Software-Projekten umfasst. Diese Kombination aus Hands-on-Arbeit und Management-Aufgaben habe ich bei der Delvag wiedergefunden. Die ersten Gespräche haben mich dann voll überzeugt und jetzt bin ich Teil des Teams. Meine Erwartungshaltung war zu Beginn entsprechend hoch, wurde aber voll erfüllt: ein ausgesprochen freundliches Kollegium, ein Tech-Stack, der zwar in die Jahre gekommen ist, aber mit viel Motivation zur Modernisierung sowie die Möglichkeit, eigenverantwortlich zu arbeiten und eigene Ideen einzubringen, haben mich begeistert.
Welche Aufgaben liegen an einem typischen Arbeitstag bei dir auf dem Tisch?
Meine Aufgaben sind sehr vielseitig und hängen stark davon ab, welche Projekte oder Themen gerade Priorität haben. Grundsätzlich geht es darum, sicherzustellen, dass unsere Software-Projekte den größtmöglichen Nutzen für die Fachbereiche bringen. Da ist es entscheidend, dass die technischen Rahmenbedingungen stimmen und die Infrastruktur funktioniert. Das gewährleisten wir durch die Koordination externer Dienstleister sowie die Architektur neuer Software-Projekte mit Blick auf einen modernen Tech-Stack und eine reibungslose Integration in unsere bestehende IT-Landschaft. Das ist anspruchsvoll, bringt mir aber viel Spaß. Projektübergreifend ist die Modernisierung unseres Tech-Stacks hin zu Containerisierung und Cloud ein weiterer Bestandteil meine täglichen Aufgaben, ebenso wie der Aufbau unserer Cloud-Infrastruktur. Das sind alles Themen, in die ich mich von Anfang an einbringen und die ich aktiv vorantreiben durfte, was ich sehr schätze.
Kommen wir zu deinem ersten Jahr im Unternehmen: Welche Herausforderungen sind dir bereits begegnet?
Kleinere und größere Herausforderungen gibt es täglich. Das bringen komplexe Softwareprojekte naturgemäß mit sich. Die umfangreiche IT-Landschaft mit ihren unterschiedlichen Bereichen, Verantwortlichkeiten und technologischen Rahmenbedingungen haben mir schon einiges abverlangt. Die offene Kommunikation im Team aber auch im ganzen Unternehmen hat mir dabei sehr geholfen. Als größte Herausforderung sehe ich bis heute die internen Prozesse, die nicht immer mit dem Tempo unserer Modernisierungs- und Innovationsvorhaben Schritt halten. Dadurch werden sie leider häufig eher zum Hindernis als zum unterstützenden Rahmen. Wir arbeiten bereichsübergreifend daran, gemeinsam Lösungen zu finden, um diese Prozesse zukunftsfähig zu gestalten.
Welche Highlights sind dir bis heute in Erinnerung geblieben?
Ein besonderes Highlight für mich das interne DialoQ-Format, bei dem die Geschäftsleitung mit den Mitarbeitenden in den offenen Austausch geht. Diese Transparenz schätze ich sehr. Diese offene und proaktive Art der Kommunikation zieht sich durch das ganze Unternehmen und hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Ich habe das Gefühl, dass Ideen und Feedback wirklich willkommen sind. Ein weiteres Highlight war unser Team-Offsite, bei dem ich meinen ersten WSJF-Workshop (Weighted Shortest Job First) durchgeführt habe.
Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit anderen Bereichen – gibt es erfolgreiche Beispiele oder besondere Herausforderungen im Miteinander?
Die Zusammenarbeit mit anderen Bereichen erlebe ich insgesamt als sehr positiv. Die Kommunikation ist offen und konstruktiv. Erfolgreiche Beispiele sind unter anderem die enge Zusammenarbeit mit unserer Data-Abteilung und dem Betrieb beim Aufbau der Cloud-Infrastruktur. Hier würde ohne das Zusammenspiel verschiedener Kompetenzen nichts funktionieren. Ebenso die Kooperation mit der Marketing-Abteilung bei der Einführung eines neuen Design-Tools, bei dem wir die anfänglichen Hürden gemeinsam meistern konnten. Natürlich gibt es auch Herausforderungen, vor allem wenn unterschiedliche Prioritäten oder Prozesse aufeinandertreffen. Hier hilft es, frühzeitig Transparenz zu schaffen, gemeinsam Lösungen zu finden und am Ball zu bleiben.
Was macht für dich eine erfolgreiche Teamarbeit aus?
Für mich steht im Kern jeder erfolgreichen Teamarbeit eine Kommunikation, die auf Offenheit und gegenseitigem Respekt basiert Auch ein Umfeld, das jedem die Möglichkeit gibt, sich entsprechend der eigenen Fähigkeiten und Interessen einzubringen, ist essenziell. Erfolgreiche Teams schaffen einen Raum, in dem Fragen stellen keine Schwäche, sondern eine Stärke ist.
An welchen (Web-) Anwendungen arbeitest du derzeit und für wen sind diese Lösungen besonders relevant?
Eine der spannendsten Anwendungen ist aktuell das neue Versicherungszertifikats-Managementsystem, das ich als technischer Lead begleite. Es ist der letzte Baustein zur Erneuerung der Albatros-Applikationslandschaft und wird vor allem in den Fachbereichen beim Renewal für deutliche Erleichterung sorgen. Außerdem ist in unserem Portal-Projekt gerade viel Bewegung. Dieses umfasst nicht nur die Webauftritte delvag.de und albatros.de, sondern auch wichtige Tools für ADx, beispielsweise für E-Mail-Kampagnen und Marketingaktionen. Damit schaffen wir eine moderne Plattform, die sowohl für interne Teams als auch für unsere Kund*innen einen echten Mehrwert bietet.
Mit welchen Technologien rechnest du in den nächsten Jahren – und wie bereitest du dich und dein Team darauf vor?
Die zwei großen Themen für uns werden in den kommenden Jahren sicher Cloud und Künstliche Intelligenz (AI) sein. Die Cloud ermöglicht uns, uns stärker auf die Bereiche zu konzentrieren, die echten Mehrwert schaffen, und gleichzeitig Aufgaben auszulagern, die nur Mittel zum Zweck sind. Ähnlich verhält es sich mit AI: Durch die sinnvolle Integration von AI-Tools und -Funktionalitäten können wir Prozesse automatisieren und vereinfachen. Das gibt uns mehr Raum, uns auf die Dinge zu fokussieren, die wirklich zählen.
Zum Abschluss: was macht für dich den Delvag Spirit aus?
Der Delvag Spirit bedeutet für mich vor allem Teamgeist, der sich durch offene Kommunikation und gegenseitige Unterstützung auszeichnet. Es ist die Bereitschaft, gemeinsam in die Zukunft zu gehen, Veränderungen aktiv anzugehen und dabei immer den respektvollen Umgang miteinander zu bewahren. Gleichzeitig gehört für mich dazu, bestehende Strukturen kritisch zu hinterfragen. Alte, langsame Prozesse dürfen uns nicht ausbremsen. Der Spirit zeigt sich gerade darin, dass wir gemeinsam Wege finden, diese Hürden zu überwinden und Innovation möglich zu machen.
Vielen Dank für das Gespräch!
Über Michael Latta
Michael Latta ist gelernter Buchhändler und wechselte 2016 in die IT. Seitdem sammelte er als Fullstack-Softwareentwickler wertvolle Erfahrungen in verschiedenen Branchen und Projekten und vertiefte kontinuierlich seine Expertise. Seit Ende 2024 ist er als Referent Informationsmanagement mit Schwerpunkt Vertriebsunterstützung bei der Delvag tätig. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen unterstützt er die Fachbereiche dabei, ihre Ziele durch moderne IT-Lösungen und zukunftsfähige Technologien erfolgreich umzusetzen.
Von Nicholas Gorny
Unternehmenskommunikation Delvag
kommunikation@delvag.de