Meet our experts: Alexander Groh // Referent Informationsmanagement
Alexander Groh ist seit 2020 Referent Informationsmanagement und als stellvertretender Leiter Servicedesk und Betrieb bei Delvag. Im Interview spricht er über die Verantwortung des Betriebsteams, erklärt, warum seine Arbeit so essentiell für das Unternehmen ist und spricht über tägliche Herausforderungen des Jobs.
Interview / 24.07.2025
Hallo Alex, du bist seit 2020 bei Delvag tätig. Wie hast du zu uns gefunden und damals deinen Einstieg erlebt?
Da muss ich erstmal damit beginnen, wie ich überhaupt zu Delvag gefunden habe, denn das war ein großer Zufall. Meine Nachbarin ist bei der Lufthansa Industry Solutions tätig und hatte damals mitbekommen, dass ich mich beruflich neu orientieren wollte und mir nahegelegt, mich bei Delvag umzusehen. Es gab dann tatsächlich eine passende Stelle und ich bin direkt eingestiegen. Der Beginn war herausfordernd, da nur 10 Tage nach meinem Start das Kollegium aufgrund der Corona-Pandemie nach Hause geschickt wurde. In den ersten Tagen konnte ich aber glücklicherweise schon viele Kolleg:innen kennenlernen und wurde persönlich eingebarbeitet. Das hat mir das Eingewöhnen aus dem Home Office definitiv leichter gemacht.
Du bist Teil des Betriebsteams im Informationsmanagement. Wie sieht der Bereich aus und was genau sind deine Aufgaben?
Unser Team besteht aus Service Desk und Betrieb. Der Service Desk kümmert sich hauptsächlich um die direkten Probleme von Anwender:innen und ist der erste Kontakt bei technischen Schwierigkeiten der Kolleg:innen. Der Betrieb ist dahinter gelagert. Wir kümmern uns unter anderem um die Infrastruktur. Dazu gehören etwa die Server und die Hardware, die eingesetzt werden, aber auch zum Beispiel die Besprechungsraumtechnik. Mein Schwerpunkt war bisher die Server-Infrastruktur und die Anbindung an die Cloud. Das hat sich seit letztem Jahr noch ein bisschen verlagert. Seit August 2024 fungiere ich zusätzlich als stellvertretende Teamleitung, wo entsprechende Aufgaben anfallen.
Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus? Gibt es Herausforderungen, mit denen du dich regelmäßig konfrontiert siehst?
Ein typischer Arbeitstag beginnt in der Regel bereits am Morgen mit einem initialen Check des Ticketsystems und der zentralen Monitoring-Tools, oftmals noch im Homeoffice. Dadruch lassen sich potenzielle Störungen oder Engpässe frühzeitig identifizieren und priorisieren. Wenn beispielsweise gehäuft Incidents im Zusammenhang mit VPN-Zugängen eingehen oder das Monitoring kritische Systemzustände wie fehlenden Festplattenspeicher oder eine Überlastung der CPU meldet, ist bereits zu Beginn des Tages ersichtlich, welche Themen im Rahmen des Incident- oder Problem-Managements besondere Aufmerksamkeit erfordern werden. Diese proaktive Herangehensweise entspricht den Prinzipien eines strukturierten ITSM (IT Service Managements) und unterstützt die Sicherstellung eines stabilen und leistungsfähigen IT-Betriebs. Zu einem typischen Tag gehört auch unser tägliches Meeting, wo wir uns im Team updaten und aktuelle Aufgaben identifizieren, bei denen wir uns gegenseitig unterstützen können. So bekommen die Tage neben den vielen spontanen Aufgaben trotzdem Struktur.
Dein Team arbeitet an der Bereitstellung und dem Betrieb der IT-Infrastruktur von Delvag. Was sind einige der wichtigsten Systeme, für die du und dein Team verantwortlich seid?
Grundsätzlich sind alle Systeme wichtig, unabhängig davon, wie die Applikation aussieht, die auf dem System läuft. Es gibt Kolleg:innen, die ohne bestimmte Applikationen nicht arbeiten können. Besonders wichtig ist aber zum Beispiel unsere VM-Ware-Umgebung (Virtuelle Server, auf denen die Applikationen laufen), die wir Ende 2024 komplett erneuert haben. Dadurch befindet sich jetzt neben den virtuellen Servern, die wir bereitstellen, auch das Storage, sprich, da wird auch der Datenspeicher für ein weiteres sehr wichtiges System bereitgestellt. Was man auf jeden Fall noch als essenziell nennen muss, sind unsere Notebooks, die auch durch unsern Betrieb betreut werden. Ohne funktionierende Notebooks kann letztlich niemand arbeiten.
Ihr tragt also die technische Verantwortung für die Mitarbeitenden. Wie sorgt ihr dafür, dass alles reibungslos läuft?
Durch ausgiebiges Testen. Egal ob Tools, Applikationen oder Systeme: bevor etwas ans Netz geht, wird es in der Regel in vier Wellen getestet. Zuerst bei uns im Team, dann finden in der Abteilung Tests und Prüfungen statt. Danach geht es an eine ausgesuchte Testgruppe und dann in die Fachbereiche. Wir haben in allen Fachbereichen Personen, die Neuerungen testen und uns direkt berichten. Diese Schritte werden immer vorgenommen, bevor eine Neuerung an die komplette Belegschaft geht.
Kommen wir zum Thema Sicherheit und Datenschutz: Sicherheitsaspekte sind heutzutage besonders wichtig. Welche Maßnahmen trefft ihr, um den Datenschutz und die IT-Sicherheit im Unternehmen zu gewährleisten?
Das schaffen wir, indem wir die Systeme immer auf dem aktuellen Stand halten. Das heißt, permanentes Patchen und Updaten der Hardware, der Software, und parallel dazu das Überprüfen der Firewall-Regeln auf Notwendigkeit. Wir sind zudem an die Systeme der Lufthansa angebunden, wo die Logs unserer Systeme zusätzlich auf Unregelmäßigkeiten überprüft werden. Auch werden wir von den Herstellern unserer Hard- und Software informiert, falls Sicherheitslücken auftreten sollten. Wir treffen also auf vielen Ebenen Vorkehrungen, um unserer Verantwortung gerecht zu werden.
Wir setzen uns abteilungsübergreifend zunehmend mit dem Thema KI auseinander. Inwiefern wird KI oder Automatisierung in eurem Bereich eingesetzt, und welche Vorteile bringt das für deine Arbeit?
Wir nutzen Automatisierung und KI täglich. Besonders für die Analyse und das Vergleichen von großen Logs oder zum Erstellen von PowerShell-Skripten ist KI eine große Unterstützung, um Massenhandeingaben zu vermeiden. Das erspart uns enorm viel Zeit und macht unsere Arbeit letztlich ressourcenbewusster und effizienter.
Zum Abschluss: Was macht deiner Meinung nach ein gutes IT-Team aus, und wie gelingt es euch, als Team so gut zusammenzuarbeiten?
Ich denke, gute Zusammenarbeit funktioniert durch die offene und transparente Kommunikation untereinander. Es ist wichtig, dass man einander vertraut, dass man weiß, mit welchen Themen man bei den anderen gut aufgehoben ist und wo man sich am schnellsten erreicht. Wichtig sind auch die regelmäßigen Team-Meetings, in denen man sich austauscht, auch wenn es nur ein kurzes Daily ist. Das ist wichtig, um den Überblick zu behalten und auf dem neuesten Stand der Kolleg:innen zu sein. Besonders wichtig für ein gutes Miteinander im Team ist auch die Feedback-Kultur. Man muss offen für Feedback bleiben und eben auch bereit sein, Feedback zu geben. Fehler können immer passieren. Wichtig ist, wie man sie kommuniziert und damit umgeht. Das klappt bei uns gut.
Vielen Dank für das Gespräch!
Über Alexander Groh
Alexander Groh ist seit März 2020 als stellvertretender Leiter Servicedesk und Betrieb sowie als Referent im Informationsmanagement bei der Delvag tätig. Mit über 25 Jahren Erfahrung in der IT-Branche bringt er umfassendes technisches Know-how und langjährige Führungserfahrung mit. Bereits früh sammelte er praktische Expertise im Supportbereich verschiedener Systemhäuser, bevor er ab 2004 mit der GrohCom Systembetreuung und später als Geschäftsführer der GrohCom GmbH eigene unternehmerische Verantwortung übernahm. Heute unterstützt er mit seiner tiefgreifenden Praxisorientierung und seinem strukturierten Blick für Prozesse die kontinuierliche Weiterentwicklung der IT-Services der Delvag-Gruppe.
Von Nicholas Gorny
Unternehmenskommunikation Delvag
kommunikation@delvag.de